Cloud-Computing Open Source als Alternative zu Apple, Google & Windows
Die „Cloud“ ist in aller Munde. Windows wirbt im Radio dafür, es gibt die „Google-Cloud“ und natürlich Apples „iCloud“ und auch IBM ist mit dem Smart Business Programm einer der grossen Anbieter. Doch wohin geht der Trend?
Kurz vorweg: 5 Argumente für und 5 gegen Cloud-Computing
Vorteile
- finanzielle Einsparungen bezüglich Soft- und Hardware - IT-Systementlastung durch geringere Ressourcen - unbegrenzter Speicherplatz - höhere Datensicherheit (gegenüber dem Arbeitsplatzrechner) - Datenbankstuktur – mehrere Benutzer können zeitgleich und standortunabhängig auf ein Dokument zugreifen
Nachteile
- Sicherheit der gespeicherten Daten: Wie sicher ist die Cloud? - physikalischer Datenverlust: unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. - Abhängigkeit vom Cloud-anbietenden Dienstleister. - Internetverbindung ist Voraussetzung - Konstant schnelle Internetverbindung ist ebenfalls eine Voraussetzung
Zielgruppe Privatanwender Zunächst werden beim Cloud-Computing – zumindest von Windows, Google und Apple – die Privatanwender angesprochen. Die scheinen mit der Frage nach Sicherheit ihrer Daten wenig Berührungsängste zu haben, wie es z.B. facebook zeigt, und sind folglich die richtigen Ansprechpartner für diese Projekte. Da können Datenschützer warnen soviel sie wollen – und in gewisser Weise ist es mit der Verbreitung von Tablet-PC und Smartphone ein auch ein folgerichtiger Schritt, die Daten in die „Wolke“ zu verlagern, denn die Synchronisierung und Bereitstellung von Musik, Photos u.ä. ist damit nicht mehr an den heimischen Desktop gebunden, sondern kann sofort unabhängig vom Aufenthaltsort stattfinden. Dies setzt allerdings zur Bewältigung der riesigen Datenmengen und zur Vermeidung von Zeitverlusten beim Zugriff auf die Daten eine Aufsplittung der Datenmengen auf eine Vielzahl an miteinander vernetzte Server voraus. Nachteil: die Apple-Wolke redet nicht mit der von Google und Windows mögen beide nicht. Dies dient sicherlich der Kundenbindung an das die Cloud anbietende Unternehmen, aber ob dieses Vorgehen zeitgemäß ist, darf bezweifelt werden. So weit so gut, doch wie sieht es mit dem Cloud-Computing für Unternehmen aus?
Zielgruppe Unternehmen Hier sind Skepsis und Vorsicht gegenüber Cloud-Systemen naturgemäß deutlicher ausgeprägt, da die Unternehmensdaten Basis der Unternehmensprozesse sind, d.h. der Zugriff auf die Daten innerhalb des Unternehmens hat immer noch einen hohen Stellenwert. Der Zuspruch für diese Systeme wächst allerdings. So stellt der HP Cloud Index für das 3. Quartal 2011 einen Einsatzgrad von 12,5 % im deutschen Mittelstand (20-2.000 Mitarbeiter) fest. Allerdings werden hierbei weniger die Public-Cloud-Modelle der großen Anbieter bevorzugt. Stattdessen setzen die Unternehmen aus Gründen der allgemeinen Vorsicht, der noch ungeklärten Rechtslage und der Datensicherheit auf Private-Cloud-Modelle, die die volle Datenkontrolle, ‘Corporate Governance’ und Zuverlässigkeit gewährleisten.
Die Open Source Cloud als kostenfreie Alternative inklusive Datenkontrolle Unabhängig vom Cloud-System – public oder private – es bedeutet Kostenersparnis auf Seiten der unternehmenseigenen Ressourcen einerseits, hinzu kommen aber die Kosten auf Seiten des Cloud-Anbieters. Alternativen gibt bei der Open Source Software. Erwähnt sei , die sowohl auf einem Public-Server genutzt werden kann, aber den großen Vorteil besitzt, auch auf dem eigenen, dem privaten Server installiert werden zu können. Oder die Ubuntu Enterprise Cloud, die unter anderem auch das Open Source Projekt Eucalyptus enthält. Mit Eucalyptus können ebenfalls öffentliche wie private Clouds erstellt werden. Letztere basieren auf der eigenen Infrastruktur. Das Hauptargument für eine Open Source Cloud ist hingegen die Unabhängigkeit von einem Cloud-Anbieter. Denn wenn ein Unternehmen einmal den Weg in die Cloud beschritten hat, ist der Weg zurück nur unter großem Aufwand zu bewältigen. Und für die Implementierung eines eigenen Cloud-Systems auch in kleineren Unternehmen bieten sich viele Dienstleister an, es braucht hierfür keine eigene IT-Abteilung oder gar ein Rechenzentrum.
Fazit Insbesondere für Unternehmen stellt die Private Cloud derzeit die Alternative dar, wahlweise auch als Open Source Software. Die eigene Cloud kann unabhängig von den großen Anbietern gestaltet werden, und das im Fall von Open Source Software auch zu langfristig günstigen Konditionen. Darüber hinaus ist ein Unternehmen mit Private Open Source Clouds nicht der Auftsplittung der Daten auf mehrere tausend Server ausgesetzt, sondern hat die volle Kontrolle über die Daten, da die Software auf den hauseigenen oder den extern gemieteten Servern (unter Unternehmenseigener Kontrolle) installiert wird.
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