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BUSINESS-SOFTWARE: INTEGRATION DES SMARTPHONE ALS CHANCE FÜR OPEN-SOURCE

Apples iPhone hat den Markt für Smartphones revolutioniert. Mit der Einführung wurde ein Markt geschaffen, den es in dem Maße zuvor nicht gab. Mittlerweile ist google in den Markt mit seiner Android-Plattform eingestiegen und hat kürzlich die Marktführerschaft erobert. Auch Nokia versucht es in Kooperation mit Windows, hier bleibt der Erfolg abzuwarten.


Vorteile des Smartphones

Was sind die Kernmerkmale dieser Geräte und was hat das mit Unternehmenssoftware (ERP / CRM) zu tun? Auf den ersten Blick wenig. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, das die kleinen Geräte wahre Alleskönner sind und die Vorstellung des einfachen Telefonierens marginal erscheinen lassen. So machen die Geräte ein zusätzliches Navigationsgerät überflüssig, ein MP3-Spieler ist Standard und selbst Barcodes von Produkten können im Geschäft gescannt werden, um in sekundenschnelle einen Preisvergleich durchzuführen. Das Geheimnis der Smartphones liegt in der Entwicklung von vielen tausenden kleinen Apps – Anwendungen, die meist nur ein Ziel verfolgen, daher klein sind und nur wenig Speicherplatz benötigen. Die Plattform iOS von Apple gestattet die Entwicklung externer Apps, die offene Plattform Android sowieso.
Dies hat viele Vorteile für die Anwender im Alltags-, aber auch im Geschäftsleben. So wird es nicht mehr lange dauern, bis auch Schnittstellen für die Anbindung an Unternehmenssoftware erstellt werden, die eine direkte Verknüpfung des Smartphones mit einem ERP oder / und CRM System herstellen (siehe auch inszenario ERP / CRM).

Schnittstellen fur open-source Unternehmenssoftware
Dies verdeutlicht folgendes Beispiel: Kassensysteme werden bereits mit Schnittstellen zu iPhone oder iPod angeboten, das Server-System läuft auf einem Mac mini. Für die Gastronomie ist das ein gutes Angebot, denn sie statten ihren Betrieb einmalig mit den Geräten aus, die Bedienung ist einfach und intuitiv und es hat einen zusätzlichen Werbeeffekt für den Betrieb, denn wer zur Zeit mit einem iPhone gesehen wird, ist »up-to-date«. Getränkekarten und ähnliches auf einem iPad sind dabei nur eine Frage der Zeit.
Nun wäre es natürlich hilfreich, wenn die Daten bei der Aufnahme einer Bestellung mit den iPhones oder iPods die Informationen nicht nur an die Kasse sendet sondern zugleich ein Abgleich mit der Datenbank der Unternehmenssoftware durchgeführt würde. Dieser Automatisierungsschritt hätte für Einkauf, Verkauf und Buchung von Produkten enorme Vorteile, da Fehler bei der Übertragung der Daten vermieden würden und der Prozess der Buchung beschleunigt würde.

Von den Großen lernen und profitieren
Die Flexibilität der Smartphones auf der einen Seite verlangt natürlich eine ebensolche auf Seiten der Unternehmenssoftware, die bislang nur bei den Varianten der open-source-Angebote im Bereich von ERP/CRM-Software gesehen werden kann. Beispiele wären hier Lx-Office, OpenERP o.ä., die es Entwicklern durch den quelloffenen Code einfach machen, in diesem Feld aktiv zu werden. Und es wäre Werbung für open-source-Software. In diesem Bereich werden gegenüber den proprietären Systemen qualitativ ebenbürtige Produkte entwickelt, die jedoch ein Nischendasein fristen. Sollten sie jedoch die Chance nutzen und an der Popularität der Smartphones und Tabletcomputer partizipieren, so könnten sie ohne eigene Marketingoffensive vom derzeitigen Boom profitieren und einen großen Schritt nach vorne machen.
 

Thomas Czekaj